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Priv. Doz. Dr. med. Wolfgang Schlosser
Sekretariat: Frau Tanja Knoll |
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| Oberärzte |
Michael Dick Dr. med. Sebastian Lange Dr. med. Gerhard Roth Dr. med. Thomas Strohschneider |
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Telefonische Anmeldung:
Magen - Darm - Sprechstunde Dienstag: 11.00 - 13.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Adipositas-Sprechstunde Donnerstag: 14.00 - 16.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Gefäßsprechstunde Mittwoch: 09.00 - 15.00 Uhr Freitag: 13.00 - 14.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-16723
Schilddrüsensprechstunde Donnerstag: 11.00 - 12.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Proktologische Sprechstunde Dienstag: 14.00 - 16.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Wundsprechstunde Mittwoch: 13.00 - 15.00 Uhr Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Privatsprechstunde nach Vereinbarung Tel. Anmeldung 0711/4488-11100
Notfälle (chirurgische Ambulanz) jederzeit
Hinweis: Wenn bei Ihnen eine Operation vorgesehen ist, vereinbaren Sie dazu bitte einen Gesprächstermin (Tel. 0711/4488-11100) und lassen Sie sich von ihrem Hausarzt einen Überweisungsschein geben.
Sollten zur Vorbereitung der Operation noch Untersuchungen (z.b. Labor- oder Röntgenuntersuchungen) erforderlich sein, bitten wir Sie, einen Überweisungsschein von Ihrem Facharzt für Chirurgie mitzubringen. Ihr Hausarzt wird Sie diesbezüglich informieren. Bitte denken Sie auch an Ihre Krankenversicherten-Karte |
- Minimal-invasive Chirurgie bei Gallensteinen, Leistenbrüchen, Narbenbrüchen, Blinddarmentzündung, Verwachsungen im Bauchraum, Erkrankungen der Milz, Leberzysten, Refluxkrankheit der Speiseröhre, Speiseröhrendivertikel, Magenwandtumoren, Divertikulitis, Dickdarmtumoren, Mastdarmtumoren, Rektumprolaps und Nebennierentumoren
- Onkologische Chirurgie bei Speiseröhren-, Magen-, Dickdarm-, Mastdarmkrebs, Tumoren der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, Schilddrüsentumore und Sarkome
- Endokrine Chirurgie von Schilddrüse und Nebenschilddrüse mit Neuromonitoring des Recurrensnerven (Stimmbandnerv) sowie Erkrankungen der Nebenniere und des Pankreas
- Hernienchirurgie - konventionelle und minimal-invasive Verfahren bei Leistenhernien, Nabelhernien, Narbenhernien und Stomahernien
- Adipositaschirurgie
- Gefäßchirurgie - konventionelle und Katheter-gestützte Verfahren bei Carotisstenosen, arterieller Verschlusskrankheit (AVK) und Bauchaortenaneurysma sowie Dilatationen (PTA), Stentimplantationen, intraarterielle Lysetherapie Anlage von Dialyseshunts und Vorhofkatheter (Demers), Tenkoffkatheter für Peritonealdialyse
- Venenchirurgie - Varizenchirurgie, venöse Katheter- und Portimplantationen
- Implantation von Schrittmacher- und Defibrillatorsystemen
- Proktologie - konventionelle Hämorrhoidenoperationen und Longo-OP (Staplerhämorrhoidopexie), konservative und operative Behandlung von Fisteln und Fissuren, Operationen bei Anal-und Rektumprolaps, Rectozelen, Schließmuskelschwäche, Beckenbodenschwäche, Abszesse
- Ambulante Operationen
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Besondere Leistungsangebote
- Minimal-invasive Antirefluxoperationen (Fundoplicatio nach Nissen) mit prä- und postoperativer Bestimmung von Säuresekretion (24h-pH-Metrie) und Druckmessung in der Speiseröhre (Ösophagusmanometrie)
- Minmal-invasive Narbenhernienoperationen mit intraabdomineller Netzplatzierung (IPOM)
- Minimal-invasive Rektopexie bei Rektumprolaps
- Funktionserhaltende Magenersatzplastiken nach Magenentfernung
- Funktionserhaltende Operationen an der Bauchspeicheldrüse (Duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion, pyloruserhaltende Whipple'sche Operation, Pankreaslinksresektion, Pankreaszystenoperation)
- Leberresektionen mit intraoperativer Ultraschallunterstützung.
- Radiofrequenzablation bei nicht-resektablen Lebertumoren
- Endorektaler Ultraschall
- Duplexsonograpie
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Behandlungsschwerpunkte
Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen über folgende Themen:
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Minimal-invasive Chirurgie
Dieser Schwerpunkt umfasst das gesamte Spektrum minimal-invasiver Operationstechniken der Allgemein- und Viszeralchirurgie, soweit dies technisch möglich und für den Patienten sinnvoll ist.
Angeboten werden folgende laparoskopische Verfahren:
Laparoskopische Entfernung der Gallenblase Die laparoskopische Entfernung der Gallenblase ist heute das Standdardverfahren bei der Behandlung des Gallensteinleidens. Auch bei akuter Gallenblasenentzündung und Gallengangssteinen ist die minimal-invasive Entfernung der Gallenblase in über 90% der Fälle möglich. Vorteile der minimal-invasiven Technik sind geringere Schmerzen nach der Operation verbunden mit einer schnelleren Mobilisation und kosmetisch eine deutlich geringere Narbenbildung. Nach der Operation können die Patienten in aller Regel bereits nach 3 Tagen wieder entlassen werden.
Seit 2009 wird erfolgreich eine fast narbenfreie Operationstechnik zur Entfernung der Gallenblase eingesetzt (SILS-Technik). Hierbei wird die gesamte Operation mit Hilfe eines speziellen Zugangssystems (Single-Port) über einen einzigen Schnitt in der Nabelgrube durchgeführt.
Laparoskopische Leistenbruchoperation (TAPP-Technik) Bei der operativen Versorgung von Leistenbrüchen hat sich neben anderen Verfahren die minimal-invasive Leistenhernienoperation fest etabliert. Hierbei wird über eine Bauchspiegelung ein Kunststoffnetz zwischen Bauchwand und Bauchfell eingebracht, welches einen sicheren Verschluß der Bruchlücke ermöglicht. Der Vorteil dieses Verfahrens sind die geringen Schmerzen, kleine Narben und schnelle Belastbarkeit nach der Operation. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 1-2 Tage.
Laparoskopische Versorgung von Narbenhernien (IPOM-Technik) Narbenhernien stellen ein häufiges Problem insbesondere nach offenen Bauchoperationen dar. Aufgrund häufigen Rezidiven nach konventioneller Versorgung wird heute meist die Netzeinlage bevorzugt. Bei großen Bauchwandhernien oder mehrfach voroperierten patienten stellt die minimal-invasive Versorgung mit einem speziell beschichteten Netzmaterial eine erfolgversprechende Möglichkeit dar. Auch bei dieser minimal-invasiven Technik bestehen die Vorteile hinsichtlich geringer Schmerzen, kleinen Narben und kurzem stationären Aufenthalt.
Laparoskopische Entfernung des Blinddarms Die Blinddarmentzündung ist eine der häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Die Entfernung des Wurmfortsatzes ist auch bei der akuten Blinddarmentzündng fast immer durch Bauchspiegelung möglich. Bei der Operation kann zusätzlich auch der ganze Bauchraum eingesehen werden, so dass andere Erkrankungen sicher ausgeschlossen werden können. Die Vorteile liegen auch hier neben den genannten Vorteilen in den geringeren Schmerzen und kürzerem Krankenhausaufenthalt.
Laparoskopische Lösung von Verwachsungen Insbesondere nach ausgedehnten offenen Operationen im Bauchraum kommt es regelmäßig zu Verwachsungen, die gelegentlich Schmerzen verursachen können. Mit einer Bauchspiegelung können diese Verwachsungen im Bauchraum ohne erneute große eröffnung des Bauchraumes gelöst werden, ohne dass hierdurch in der Folge neue Verwachsungen auftreten.
Laparoskopische Fundoplicatio bei Refluxkrankheit Der krankhafte Reflux von Magensäure in die Speiseröhre kann zu schwer behandelbaren Schmerzen führen, die oft wie "Sodbrennen" imponieren. Die Ursache ist letztlich ein insuffizienter Verschlußmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen, der verschiedene Störungen zugrunde liegen können. Häufig besteht eine sog. Hiatushernie, d.h. der obere Anteil des Magens liegt partiell im Brustraum so daß daher die Verschlussfunktion zur Speiseröhre nicht mehr korrekt funktioniert. Neben medikamentöser Therapie, die die Symptome des Sodbrennen häufig bessert, kann die anatomische Störung durch die laparoskopische Fundoplikatio minimal-invasiv behandelt werden. Hierbei wird eine Magenmanschette gebildet, die den Magenverschluß wiederherstellt und gleichzeitig ein Heraufgleiten des Magens in den Brustraum verhindert. Die verweildauer in der kliniki beträgt in der Regel 3-5 Tage.
Laparoskopische Entfernung der Milz Bei hämatologischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen kann es zu einem vermehrten Abbau von Blutplättchen durch die Milz kommen. Die Folge ist ein Mangel an Blutplättchen, der zu Blutungskomplikationen führen kann. In einigen Fällen ist die Entfernung der Milz die einzige Therapie, die zum Erfolg führt. Die Entfernung der Milz kann in den meisten Fällen schonend minimal-invasiv mit geringen Blutverlusten erfolgen.
Laparoskopische Entfernung von Leberzysten Leberzysten stellen eine prinzipiell gutartige Erkrankung dar, die nur in seltenen Fällen einer chirurgischen Behandlung bedürfen. Die Indikation zur operativen Entfernung von Leberzysten ist dann prinzipiell dann gegeben, wenn Beschwerden auftreten. Je nach Lokalisation der Zysten kann dann laparoskopisch eine Eröffnung und Teilentfernung der Zysten erfolgen.
Laparoskopische Entfernung von Magenwandtumoren Im Magen können sich gelegentlich Tumoren bilden, die von Strukturen der Magenwand entspringen. Hierbei handelt es sich meist nicht um eine Krebserkrankung des Magens, dennoch sollten diese Tumoren entfernt werden. Je nach Lage können diese meist umschriebenen Tumore magenerhaltend laparoskopisch entfernt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit bei Bedarf während des laparoskopischen Eingriffs gleichzeitig durch den Internisten eine Magenspiegelung durchzuführen, um den Tumor komplett zu entfernen. Der Eingriff kann dann mit den gleichen Zugängen wie eine laparoskopische Gallenblasenoperation durchgeführt werden und dem Patient wird ein großer Bauchschnitt mit den damit verbundenen Schmerzen und Narbenbildungen erspart.
Laparoskopische Dick- und Enddarmoperationen OOperationen am Dickdarm gehören heutzutage zum Routineeingriff der minimal-invasiven Chirurgie. Die häufigste Indikation stellt die Divertikelkrankeit des Darmes dar (Sigmadivertikulitis). Auch bei akuten Entzündungen und Abszessbildung kann in den meisten Fällen laparoskopisch operiert werden. Auch große Polypen des Dickdarms und Krebs im Frühstadium wird laparoskoisch nach den Regeln der Tumorchirurgie ohne Einbuße an Radikalität minimal-invasiv operiert. Besonders bei diesen Operationen, die früher große Bauchschnitte erforderlich gemacht haben, profitieren die Patienten von kleinen Wunden hinsichtlich kürzerer Aufenthaltsdauer im Krankenhaus und schnellerer Rückkehr zur normalen körperlichen Aktivität.
Laparoskopische Behandlung bei Vorfall des Mastdarms (Rektumprolaps) Aufgrund einer Vielzahl von Faktoren kann es vorwiegend bei Frauen im Alter zu einem wiederholten Vorfall des Mastdarmes kommen. Die Folge ist eine partiellem oder komplette Inkontinenz, die psychisch wie körperlich extrem belastend für die Patienten ist. Nach ausschöpfen der konservativen Behandlungsmöglichkeiten kann laparoskopisch eine Kürzung und Fixierung des Mastdarm erfolgen, wodurch ein Vorfall des Mastdarms sicher verhindert werden kann.
Laparoskopische Nebennierenchirurgie Auch die relativ seltenen Tumoren der Nebennieren stellen eine ideale Indikation zur minimal-invasiven Chirurgie dar. Während aufgrund ihrer Lage bei der offenen Operation ein großer Zugangsweg gewählt werden muß, kann durch die minimal-invasive Technik entweder durch den Bauchraum oder im Retroperitoneum mit geringstem Gewebetrauma vorgegangen werden. Auch hierbei besteht der Verteil in einer raschen Erholung der Patienten von dem Eingriff und einem verkürzten Aufenthalt im Krankenhaus.
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Onkologische Chirurgie
 Im Bereich der onkologischen Chirurgie werden sämtliche Tumoroperationen von Magen, Darm, Enddarm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Gallenwege sowie der Schilddrüse durchgeführt. Alle Tumoroperationen erfolgen nach aktuellen onkologischen Standards. Insbesondere bei Tumoren des unteren Mastdarms wird heute überwiegend eine Vorbehandlung durchgeführt, die zu besseren Langzeitergebnissen führt. Ein weiterer Effekt dieser Vorbehandlung zusammen mit einer verfeinerten Operationstechnik ist die Erhaltung des Schließmuskels in einer überwiegenden Zahl der betroffenen Patienten. Die Behandlung, die häufig zusätzlich zur Operation eine Bestrahlung und auch eine Chemotherapie erforderlich macht, wird mit den Kollegen der Strahlentherapie und der Onkologie eng abgestimmt und koordiniert. In wöchentlichen Konferenzen mit allen an der Behandlung beteiligten Partnern wird so ein für den Patienten massgeschneidertes Konzept nach aktuell gültigen Leitlinien der onkologischen Fachgesellschaften festgelegt. Für unsere Patienten ergibt sich daher der Vorteil, dass alle erforderlichen Fachdisziplinien am Krankenhaus vorhanden sind und die Behandlung an einem Ort in enger Abstimmung aller Beteiligten erfolgen kann. Bei sehr seltenen Tumorerkrankungen erfolgt die Behandlung gegebenenfalls in Kooperation mit dem Tumorzentrum Tübingen.
Insgesamt kann in ca. 90% aller Tumoroperationen der Schließmuskel erhalten werden. Bei tiefsitzenden Enddarmtumoren wird nach Entfernung zur Rekonstruktion eine Reservoirbildung als Mastdarmersatz durchgeführt.
Trotz aller Fortschritte der Tumortherapie kann ein dauerhafter künstlicher Darmausgang notwendig werden. Neben der kompetenten Versorgung erfolgt dann schon im Krankenhaus die notwendige Schulung der Patienten und der Angehörigen durch fachpersonal. Es besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen (ILCO).
Eine der häufigsten Lokalisationen von Tumorabsiedelung ist die Leber. Hier wird neben modernsten Verfahren der Diagnostik (CT, MRT) ein differenziertes Behandlungskonzept bereitgestellt. Bei entsprechender Indikation kann operativ der tumortragende Teil der Leber entfernt werden. Hierbei erfolgt die Operation mit der Unterstützung durch Ultraschall. Falls sich die Tumoren aufgrund ihrer Lage oder Zahl nicht für eine chirurgische Entfernung eignen, kann alleine oder auch zusätzlich die Zerstörung der Herde mit einer Hochfrequenzsonde gewebeschonend und zuverlässig erfolgen.
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Gefäßchirurgie
Die Gefäßchirurgie umfasst operative und interventionelle Eingriffe an Schlagadern (Arterien) und Venen. In der Behandlung von Blutgefäßerkrankungen arbeiten wir heute sehr eng mit weiteren Spezialisten zusammen, insbesondere mit Internisten (Angiologen, Diabetologen) und Radiologen. Durch Anwendung moderner minimal-invasiver Behandlungsmethoden kann man heute in vielen Fällen eine besonders schonende Therapie durchführen.
Veränderungen an den Schlagadern können in allen Körperregionen auftreten und führen häufig zu sehr schweren Krankheitsbildern (Durchblutungsstörungen der Beine, Schlaganfall). Dabei kann es sowohl zu Verengungen oder Verschlüssen der Arterien kommen, als auch zu krankhaften Ausweitungen der Gefäßwand (Aneurysma) mit der Gefahr einer Gefäßperforation. Wir führen alle Operationen durch, die der Behandlung oder Prophylaxe von Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen oder der Vermeidung von Aneurysmakomplikationen dienen. Operationen an den Halsschlagadern zählen ebenso dazu wie Eingriffe an den Becken- und Beinarterien (Aufdehnung von Verengungen, Implantation eines Drahtgeflechts (Stent), Implantation von Bypässen), Operationen an der Bauchschlagader (Ausschaltung eines Aneurysmas) oder Versorgung von Gefäßanomalien oder Verletzungen.
Die Behandlung venöser Gefäßerkrankungen umfasst sowohl die Chirurgie des oberflächlichen Venensystems (Krampfadern, Varizen) als auch die Therapie von Störungen im Bereich der tiefen Venen (Beinvenenthrombose). Die durch diese Erkrankung häufig verursachten chronischen Folgezustände (Unterschenkelgeschwüre, Ulcus cruris) werden ebenfalls in der Gefäßchirurgie behandelt.
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Endokrine Chirurgie
In diesem Bereich werden alle Eingriffe an Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Nebennieren durchgeführt.
Zu den häufigsten Erkrankungen zählt die Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf), die gerade in dieser Region zahlenmäßig am häufigsten vorkommt. Meist handelt es sich um eine Vergrößerung der gesamten Schilddrüse bedingt durch Jodmangel. Häufig kommt es auch zu einer Knotenbildung in der Schilddrüse, die je nach Stoffwechselverhalten auch zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse führen kann. Die operative Therapie erfolgt befundabhängig durch Entfernung eines Schilddrüsenlappens oder des knotig veränderten Schilddrüsenanteils. Besonderes Augenmerk wird auf die sorgfältige Schonung des Stimmbandnerven gelegt. Neben einer subtilen Operationstechnik kann durch den Einsatz moderner Verfahren wie dem Neuromonitoring kann die Sicherheit für den Patienten weiter erhöht werden. Bei malignen Tumoren der Schilddrüse erfolgt stadiengerecht die Entfernung der gesamten Schilddrüse inklusive der zugehörigen Lymphknoten.
Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse werden alle gängigen operativen Verfahren für gutartige und bösartige Veränderungen durchgeführt. Bei bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse wird nach onkologischen Kriterien eine Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse vorgenommnen (Pylorus erhaltende Whipple-OP, Pankreaslinksresektion). Hierbei werden organschonende Techniken eingesetzt, bei denen beispielsweise der Magen komplett erhalten bleiben kann. Bei chronischen Entzündungen der Bauchspeicheldrüse wird die von Beger entwickelte Technik der Duodenum erhaltenden Bauchspeicheldrüsenkopfresektion durchgeführt, die im Magen, Zwölffingerdarm und Gallenwege schont und damit ein organerhaltendes Verfahren darstellt, wodurch eine bessere Lebensqualität für die betroffenen Patienten resultiert. Bei Zysten der Bauchspeicheldrüse als Folge abgelaufener Entzündungen kann sowohl laparoskopisch (minimal-invasiv) oder konventionell eine interne Ableitung hergestellt werden. Relativ seltene hormonaktive Tumore der Bauchspeicheldrüse werden funktionserhaltend unter Ultraschallkontrolle operiert.
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Proktologie
Im Vordergrund stehen die Behandlung von Enddarmleiden wie Hämorrhoiden, Fisteln und Fissuren. In einer speziell eingerichteten Sprechstunde erfolgt nach eingehender proktologischer Untersuchung in einem speziell ausgestatteten Untersuchungsraum die Einleitung konservativer oder operativer Maßnahmen. In den meisten Fällen wird bereits bei der ambulanten Untersuchung eine Enddarmspiegelung durchgeführt. Bei der Behandlung von Hämorrhoiden stehen verschiedenste Therapieformen zur Verfügung, die von konservativer Therapie über Ligaturbehandlungen bis hin zur Hämorrhoidenoperation reichen. Neben der konventionellen Hämorrhoidenoperation (Miligan-Morgan, Parks) wird auch die Stapler-Hämorrhoidenoperation (Longo) angeboten.
Analfisteln werden nach gründlicher Diagnostik, ggfs. durch Kernspintomographie und Endosonographie unter sorgfältiger Schonung des Schließmuskelapparates mit speziellen plastischen Verfahren verschlossen.
Bei chronischer Verstopfung, die durch eine Entleerungsstörung des Afters verursacht wird, kann in vielen Fällen mit der STARR-Operation die Entleerungsstörung beseitigt werden.
Weitere Verfahren zur Behandlung von End- oder Mastdarmvorfällen (Analprolaps, Rectumprolaps) sowie bei Schließmuskelschwäche stehen zur Verfügung.
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Adipositaschirurgie
Operationen bei krankhafter Fettsucht (Adipositas) werden ausschließlich in minimal-invasiver Technik durchgeführt. Hierzu werden als operative Verfahren das Magenband, der Magenschlauch und der Magenbypass angeboten. Die Wahl des operativen Verfahrens muss hierbei individuell genau abgestimmt werden um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Neben der Gewichtsreduktion kann durch die Operation sogar eine bereits bestehende Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) wieder beseitigt werden.
- Magenband (Gastric Banding)
Hier wird mittels minimal-invasiver Operationstechnik („Schlüssellochchirurgie“) ein verstellbares Kunststoffband um den oberen Teil des Magens gelegt. Damit wird ein sogenannter Vormagen gebildet, der zu einem schnellen Sättigungsgefühl führt. Neben der mechanischen Einengung führt dieser Effekt zu einer raschen Gewichtsabnahme. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 3 Tage.
- Schlauchmagen (Sleeve-Resektion)
Bei der Schlauchmagenbildung wird in minimal-invasiver Operationstechnik der Magen auf ganzer Länge zu einem Magenschlauch verschmälert. Das verbleibende Magemvolumen beträgt nach der Operation in der Regel nur noch zwischen 150 bis 200 ml. Dementsprechend reduziert sich die Kapazität zur Nahrungsaufnahme erheblich und es stellt sich rasch ein Sättigungsgefühl ein. Die Entfernung bestimmter Magenanteile führt zusätzlich zu einer Reduktion der Produktion von sogenannten „Hungerhormonen“. Insgesamt ist der Effekt im Hinblick auf die angestrebte Gewichtsreduktion sehr gut. Der Aufenthalt im Krankenhaus beläuft sich auf ca. 5 - 7 Tage.
- Magen-Bypass (RNY-Bypass)
Hierbei wird in minimal-invasiver Technik zunächst durch Abtrennung der größte Teil des Magens ein kleiner Vormagen gebildet. In diesem Vormagen wird in sogenannter „Roux-Y-Technik“ der Dünndarm angeschlossen, so dass bei der Nahrungspassage die Speise vom Vormagen unter Umgebung des Magens und des Zwölffingerdarms direkt in den Dünndarm abgeleitet wird. Dieser Eingriff ist hinsichtlich der Gewichtsabnahme höchst effektiv, da zum einen die Nahrungsaufnahmekapazität durch die Vormagenbildung reduziert ist und zum anderen die Nahrungsresorption verringert wird, da die Speise nicht mit dem Zwölffingerdarm und dem oberen Dünndarm in Kontakt kommt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 5 - 7 Tage.
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