Kliniken & Zentren / Abteilung für Anästhesie in Plochingen

Abteilung für Anästhesie

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Chefarzt
Thorsten Lukaschewski

Sekretariat:
Karin Carew
Tel.:  07021//88-41200
Fax:  07021/88-41209
E-Mail 
Oberärzte
Dr. med. Christina Rebstock
Wiltert Blanke zur Nieden
Dr. med. Hans Widmann
Steffen Winselmann

Tel.: 

07153/604-62201

Allgemeines zu unserer Abteilung
Anästhesiologische Vorbereitung
Betäubung
Nachbetreuung

Die im Rahmen der neuen Struktur der Kreiskliniken Esslingen angestrebte enge Kooperation zwischen den Krankenhäusern des Landkreises wird zwischen Plochingen und Nürtingen schon seit über 20 Jahren mit Erfolg praktiziert. Die Anästhesie-Abteilung der Klinik Nürtingen versorgt auch das Kreiskrankenhaus Plochingen.


Allgemeines zu unserer Abteilung

Die aktuelle Struktur der Chirurgie am Kreiskrankenhaus Plochingen ist die einer Kurzzeitchirurgie, d.h., dass für die in Plochingen durchgeführten Operationen eine kurze stationäre Aufenthaltsdauer von wenigen Tagen angestrebt wird, bzw. was ambulant durchführbar ist, ambulant operiert werden soll. Dies bedingt ein straff organisiertes Prozessmanagement. Der Patient soll möglichst bei der ersten Kontaktaufnahme sowohl zum operativen wie auch zum anästhesiologischen Vorgehen aufgeklärt werden. Er kommt dann zum vereinbarten OP-Tag nüchtern und wird noch am gleichen Tag operiert oder falls ambulant, nach ca. 2 - 3 Stunden entlassen. Die Einzelheiten dieses Vorgehens erläutern wir Ihnen nachfolgend.

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Anästhesiologische Vorbereitung

Vorbereitungsgespräch:
Dies dient der Befunderhebung mittels eines Fragebogens zur Krankengeschichte. Ergänzt wird es durch eine kurze körperliche Untersuchung, die Bestimmung von Laborwerten und bedarfsweise der Anfertigung eines EKGs, einer Herz-Lungen-Röntgenaufnahme und ggf. weiterer Zusatzuntersuchungen entsprechend den Vorerkrankungen des Patienten. Dabei erläutert der Anästhesist das für Sie geeignete Anästhesieverfahren. Vor dem Eingriff erhalten Sie Medikamente, die eine Beruhigung bewirken sollen, bzw. bei Ihnen vorbestehende Krankheiten behandeln. In seltenen Fällen kann eine Verschiebung der Operation nötig sein, um das Operations- bzw. Narkoserisiko durch eine weitere Vorbereitung zu senken. Am Operationstag muss eine Nüchternheit von 6 Stunden eingehalten werden. Dies betrifft nicht nur Essen und Trinken, sondern auch das Rauchen.

Vorbereitung am OP-Tag im OP-Bereich:
Im Vorbereitungsraum werden Überwachungsgeräte (EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung) angebracht, die dem Anästhesiepersonal bei der Überwachung lebensnotwendiger Organfunktionen während der Anästhesie und Operation dienen. Anschließend wird eine Venenverweilkanüle und eine Infusion angelegt zur Gabe von Flüssigkeit und Medikamenten.

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Betäubung:

Die drei folgenden Möglichkeiten der Betäubung können wir Ihnen anbieten:
1. Die Lokalanästhesie (örtliche Betäubung durch Einspritzen eines Lokalanästhetikums in einem eng umschriebenen OP-Bereich).
2. Die Regionalanästhesie (Einspritzung eines Lokalanästhetikums an Nerven zur Betäubung einer Körperregion, wie Hand/Arm oder Fuß/Beine und Unterbauch.
3. Die Allgemeinanästhesie, bei der der Patient in einen Tiefschlaf versetzt wird.

zu 1. Lokalanästhesie:
Bei der Lokalanästhesie (in der Regel vom Operateur im OP durchgeführt) obliegt dem Anästhesisten in Absprache und Einverständnis mit dem Patienten die Herz-Kreislauf-Überwachung. Dazu wird auch in diesem Fall eine Kanüle gelegt und dem Patienten eine Infusion verabreicht und er an alle Überwachungsgeräte angeschlossen.

zu 2. Regionalanästhesie:
In Plochingen bieten wir im wesentlichen Regionalanästhesien an, die die Betäubung der oberen Extremitäten (Plexusanästhesie) oder der unteren Extremitäten (Peridural-/ Spinalanästhesie)bewirken. Bei der Plexusanästhesie werden die den Schulter-Arm-Bereich versorgenden Nerven, durch Einspritzen des Betäubungsmittels an diese Nervenfasern, blockiert. Der Zugang geschieht von der Achselhöhle aus, vom Schlüsselbein aus, bzw. am Hals.
Für die Betäubung der unteren Körperregion (Füße-Beine-Unterbauch) sind die Peridural- und Spinalanästhesie geeignete Verfahren. Dabei wird, von einem Zugang im Lendenwirbel-bereich, das Lokalanästhetikum in den Wirbelkanal gespritzt.

zu 3. Allgemeinanästhesie (Vollnarkose):
Die Narkose wird durch die Einspritzung eines Einschlafmittels in die vorher gelegte Kanüle begonnen. Dadurch wird das Bewußtsein ausgeschaltet, so dass der Patient danach keine Erinnerung mehr an diese Zeit hat. Zusätzlich erhält er starke Schmerzmittel und nach Bedarf muskelerschlaffende Mittel und Medikamente, die das vegetative Nervensystem (dem Willen entzogene Nervensystem) dämpfen. Dies dient einer höheren Herz-Kreislauf-Stabilität. Nach dem Einschlafen wird der Patient dann mit Sauerstoff und einem Narkosegas beatmet. Narkosegas ist nicht die korrekte Bezeichnung, es ist ein Narkosedampf, der über die Lunge aufgenommen wird und der Aufrechterhaltung der Narkose dient. Der Patient wird nun für die Dauer des Eingriffs künstlich beatmet, da die Narkose selbst zu einer Beeinträchtigung der Eigenatmung führt. Diese Beatmung geschieht entweder durch einen Beatmungsschlauch (Tubus), der in die Luftröhre eingeführt wird, wo er durch einen sehr weichen kleinen Ballon abgedichtet wird (Intubationsnarkose) oder durch eine Kehlkopfmaske, die sich um den Kehlkopf herumlegt und so eine Beatmung gewährleistet.

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Nachbetreuung:

Am Ende der Operation verlegen wir Sie aus dem OP in unseren Aufwachraum. Dort überwachen wir noch die Herz-Kreislauf-Funktionen und geben Ihnen Schmerzmittel, entsprechend Ihrem Bedarf, bis Sie auf die chirurgische Station oder in die Ambulanz entlassen werden können.

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