Karriere / Weiterbildung / Freiwilliges soziales Jahr - PflegepraktikumFreiwilliges soziales Jahr - PflegepraktikumEin Jahr, das sich lohnt !
Freiwilliges Soziales Jahr und Pflegepraktikum im Krankenhaus Wer sich über sein Berufsziel noch nicht im Klaren ist oder die Zeit zwischen Abitur und Studium überbrücken möchte kann im Pflegedienst im Klinikum Kirchheim-Nürtingen ein "Freiwilliges Soziales Jahr" (kurz: FSJ) absolvieren oder sich als Pflegepraktikant bewerben (Voraussetzung für berufsorientierende Praktika: Mindestalter 18 Jahre, Praktikumsdauer mindestens 3 Wochen).
Ihre Ansprechpartnerinnen für das Klinikum Kirchheim-Nürtingen:
Schw. Gerlind Sauter 07021/88-0 oder 07022/ 78-3127
Lassen wir zwei junge Frauen von ihrem FSJ selbst berichten"Bei unserer Tätigkeit steht vor allem der unmittelbare Umgang mit den Patienten im Vordergrund: Wir waschen, betten, geben Essen und sorgen für das Wohlbefinden der Patienten. Außerdem sind wir auch für Krankenbeobachtungen (Allgemeinbefinden, Blutdruck, Puls, Temperatur, Gewicht, Hautverhältnisse etc.) und weitere Pflegemaßnahmen (Prophylaxen, Dokumentation, Versorgung mit Getränken und Essen) mit zuständig.
Hinzu kommen Botengänge verschiedenster Art, wie z.B. das Abholen und Austragen von manchen schriftlichen Unterlagen, und Patiententransporte zu den Untersuchungen. Auffüllen, Aufräumen und Desinfizieren werden zu selbstverständlichen Tätigkeiten.
Bevor wir hier die Liste unserer Tätigkeiten ins Endlose ausdehnen, können wir allgemein sagen, dass wir überall dort zupacken, wo wir gerade gebraucht werden.
Eine sehr positive Erfahrung war es für uns, das Leben plötzlich aus einer anderen Perspektive zu sehen. Man steht auf einmal Menschen gegenüber, die z.T. sehr hilfsbedürftig sind und schwere Krankheiten zu ertragen haben. Und plötzlich zählen nur noch diese Menschen - die eigenen Gefühle (wie z.B. die natürliche Hemmschwelle, die man spürt, wenn man durch das Waschen einem Menschen sehr nahe kommt) treten in den Hintergrund, lösen sich auf in dem Bewusstsein, etwas Hilfreiches und damit Sinnvolles zu tun.
Auch lebt man sein eigenes Leben bewusster, wenn man miterlebt hat, wie ein Menschenleben innerhalb kurzer Zeit zu Ende gehen kann.
Darüber hinaus bereitet es viel Freude, anderen Menschen zu helfen und ihre Dankbarkeit spüren zu dürfen - in so einem FSJ gibt man nicht nur viel, sondern bekommt mindestens genauso viel zurück.
Es ist ungeheuer faszinierend festzustellen, dass man es lernen kann, angemessen auf diese fremden Menschen, die die Patienten ja sind, zuzugehen und dadurch viel an Menschenkenntnis zu gewinnen. Erfreulich ist es dann auch, wenn ein echtes Vertrauensverhältnis entsteht und sich manches gute Gespräch ergibt.
Das alles ist Lebenserfahrung, die die Schule niemals vermitteln kann.
Zusätzlich erlernt man durch den Alltag auf Station recht viel an fachlichem Wissen, was wir beide sehr schätzen, sei es in beruflicher Hinsicht oder als Erweiterung des persönlichen Horizonts.
Besonders haben wir es auch genossen, richtig in das Team miteinbezogen gewesen zu sein - wir fühlten uns vollkommen integriert und dazugehörig.
Wir denken gerne an dieses Jahr zurück, können es auch noch gar nicht richtig fassen, dass es tatsächlich schon zu Ende ist, denn es war ein sehr prägendes Jahr voller wertvoller Erfahrungen.
Dabei sind wir dankbar für alle Geduld, alle Anleitung, alles Verständnis und alle Freundschaften.
Wir würden dieses FSJ jederzeit noch einmal machen!"
C.G. & M.K.
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